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Christian Toplist

  T A T S A C H E N B E R I C H T E   D A S   W U N D E R   M E N S C H   H I L F E   E R H A L T E N  
Der Schwangerschaftsabbruch ist in der Schweiz und in vielen Ländern Europas längst legalisiert und zum Alltag geworden. Es wird kaum noch gross darüber diskutiert. Wie sinnvoll es war Frauen in schwierigen Lebenssituationen, die einen Schwangerschaftsabbruch vornahmen zu kriminalisieren, ist sicher fraglich.
Unbestritten ist für uns aber auch das sich hinter dem nun eingetretenen Schweigen eine schreckliche Wahrheit, von unerträglichem Ausmass verbirgt, zu der wir nicht einfach schweigen können.
Ohne moralisierend sein zu wollen, sind wir überzeugt, dass eine Gesellschaft die das werdende Leben als "Wegwerfware" betrachtet, zutiefst in einer Krise steckt. Wir sind überzeugt, dass wer ein Kind der Karriere, dem Geld oder dem bequemen Leben opfert, am wahren Leben vorbei lebt und dadurch viel Freude, Erfüllung und Zufriedenheit verliert.
Deshalb möchten wir hier mit Lebensberichten und Statements einzelner Menschen auf die Tragödien die sich tagtäglich in unserer nächsten Umgebung abspielen hinweisen.


Nina Walder: "Zum Glück habe ich nicht abgetrieben!"





Nina (20) mit Tochter Vivian (4)


Mit 16 Jahren schwanger
Nina wurde während des dritten Sekundarschuljahres vom damaligen gleichaltrigen Freund schwanger. Die erste Zeit war krass: Sie sagte ihren Eltern nichts von der Schwangerschaft, bis ihre Mutter dies im 2. Monat selbst bemerkte. Nina hatte Angst davor, dass sie von den Eltern verurteilt und vielleicht sogar weggeschickt würde. Vorerst war es auch wirklich ein Schock für die Eltern und es folgte eine Zeit gegenseitigen Schweigens.
In ihrem Umfeld meinten viele, eine Abtreibung sei heute kein Problem mehr. Nina hätte sich beinahe mitreissen lassen. Ihre Eltern konnten sie jedoch davon überzeugen, ihr Kind anzunehmen. Heute ist Nina sehr froh darum!

Offenherzige und tatkräftige Unterstützung durch die Eltern
Nachdem die Eltern verkraftet hatten, dass Nina ein Kind erwartet, halfen sie tatkräftig mit, ein Umfeld der Zuversicht und der Freude am Kind zu schaffen. Sie boten Nina beispielsweise an, ihr Kind mitzubetreuen. Die Eltern ermöglichten durch ihre Unterstützung eine fundierte Ausbildung und helfen mit, dem Leben von Nina und ihrer Tochter Lebenssinn und Zukunft zu geben.

Die Eltern, Max und Sonja Walder, sagen:
"Wir sind überzeugt, dass jedes Menschenleben - auch ein ungeplantes - ein Geschöpf Gottes ist. Wir setzen uns darum gerne für Nina und Vivian ein, selbst wenn dies für uns mit Einschränkungen verbunden ist. Vivian ist für uns eine grosse Freude und Bereicherung."

"Seit ich mir bewusst bin, was eine Abtreibung wirklich bedeutet, ist für mich
der Gedanke an Abtreibung ein Horror. Ich könnte dies vor meinem Gewissen niemals verantworten. Zum Glück wurde ich von einer Abtreibung meines eigenen Kindes abgehalten."


Nina Walder

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Barbara Leutert:
"Ich habe damals wie in Trance gelebt: Alles war Konsum - selbst die Liebe!"



Ein Kind zu behalten war überhaupt kein Thema
Alles war Konsum, Selbstverwirklichung. Ich wollte eine 'eigenständige' Frau sein. Zwei Mal habe ich abgetrieben. Bei einem der beiden Kinder weiss ich nicht einmal, wer der Vater war. Die Folgen interessierten mich entsprechend nicht.

Als ich mein Kind sah, musste ich weinen
Für mich war eine Abtreibung ein 'rein technisches Problem' und keine Emotionen wert. Einen Vorfall werde ich jedoch nie mehr vergessen: Es war der Moment, als ich mit grossen Schmerzen vom Spitalbett aufstand und mein fingergrosses Kind an einem Faden hängen sah. Ich sagte mir: Das ist ja wirklich ein Mensch. Ein richtiger Mensch! Danach musste selbst ich weinen.

Erst der Glaube gab mir Kraft
Als ich mir bewusst wurde, welche Folgen mein früheres Leben hatte, brach die Welt für mich zusammen. Erst mein Glauben an Jesus Christus und seine Vergebung konnten mir wieder innere Ruhe verschaffen.

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Gabriella Weber:
"Geben Sie Ihrem Kind seine Chance - auch wenn es eine Behinderung hat!"





Ich fühlte mich allein gelassen
Die Probleme begannen mit der Diagnose, dass mein Kind behindert sein könnte. Die Ärzte rieten mir zur Abtreibung. Ich fühlte mich von meinem damaligen Mann völlig allein gelassen. Vergeblich erhoffte ich mir, dass er mir sagt: "Ich liebe Dich. Ich liebe auch unser Kind bereits jetzt, gleichgültig ob es gesund oder behindert zur Welt kommt."

Die Abtreibung war für mich schrecklich, entwürdigend
Ich fühlte mich bei der Abtreibung wie ein Stück Vieh, das zur Schlachtbank gebracht wird. Ich erhielt eine Spritze, und unverzüglich wurden meine Beine mit scheusslichen Riemen an Metallbügeln befestigt. Man hätte wenigstens warten können, bis ich mit der Narkose weggetreten bin.

Die Abtreibung verfolgte mich
Jahrelang hatte ich Unterleibsschmerzen. Albträume verfolgten mich und ich konnte kaum mehr in den Spiegel sehen. Immer wieder hatte ich auch das Gefühl, mein Kind stehe vor mir und sage mir: "Wieso hast Du mir meine Chance genommen?" Dass ich schliesslich Hilfe für die Bewältigung dieses Traumas erhielt, verdanke ich einem glücklichen Umstand. Lassen Sie sich als Schwangere in Not nicht einschüchtern, und geben Sie Ihrem Kind seine Chance. Denken Sie daran: Es gibt Organisationen, die Ihnen und Ihrem Kind unbürokratisch helfen.


Nadja ist ein sehr liebes, fröhliches Kind. Sie bereitet ihren Eltern viel Freude. Kinder mit Down Syndrom dürfen heute oft nicht mehr zur Welt kommen und werden zu einem späten Zeitpunkt abgetrieben.

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Nella Martinetti:
"Damals hatte ich keine Ahnung, an wen ich mich wenden sollte"









Seit Jahren quälen Nella Martinetti die Gedanken an die eigene Abtreibung. In ihrem Buch "Fertig lustig" (Zytglogge Verlag, Bern 2000) war sie zum ersten Mal bereit, darüber zu reden. Die Schweizerische Hilfe für Mutter und Kind (SHMK) hat mit Nella Martinetti gesprochen.

SHMK: Wie haben Sie die Abtreibung erlebt?
N. M.: Es war furchtbar! Nach der Abtreibung kam die Krankenschwester und zog blutige Gaze aus mir heraus. Meterweise! Mein Bauch war voll von diesem Zeug. Zu Hause blutete ich wie verrückt. Auch psychisch war ich eine einzige Wunde.

SHMK: Wie haben Sie die Abtreibung verkraftet?
N. M.: Überhaupt nicht! Immer wieder habe ich grausame Träume, in denen ich mein Kind, das ich getötet habe, suche. Schliesslich muss ich es irgendwo ausgraben und finde es verwest! Wenn ich dann erwache, muss ich immer weinen. Kürzlich liess ich ein neues Cheminee einbauen. Daraufhin fand ich mein Kind im Traum tot unter dem Chemineerost. Es ist grauenhaft!
Als wir einige Wochen nach der Abtreibung bei einer Familie mit einem Babyeingeladen waren, krampfte sich mein Herz zusammen. Es pochte im Rhythmus Du-hast-deins-getötet, Du-hast-deins-getötet. An diesem Abend sehnte ich mich unbeschreiblich stark nach einem eigenen Kind. Diese Gefühle kommen immer wieder in mir auf.

"Der Gedanke an den Abbruch ist für mich noch heute sehr schmerzhaft und voller Schuldgefühle. Es ist nicht wahr, dass mit der Abtreibung alle Probleme für die Frau vorüber sind. Im Gegenteil!"

Nella Martinetti, Komponistin, Autorin, Sängerin

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Catherine:
"Die Abtreibung belastet mich noch mehr als die Vergewaltigung"



Der Druck zur Abtreibung ist gross
Von einer Frau, die infolge einer vergewaltigung schwanger wird, erwartet man heute, dass sie abtreibt. Jede andere Möglichkeit scheint unvorstellbar und sogar sinnlos. Als ich nach der Vergewaltigung schwanger wurde, war der Druck der heutigen Gesellschaft so gross, dass ich nicht widerstehen konnte.

Der Fehler meines Lebens
Jene, die zur Abtreibung raten, denken nicht an die Zukunft vergewaltigter Frauen. Heute stelle ich fest, dass die Abtreibung keine gute Entscheidung war: Zusätzlich zur Vergewaltigung habe ich mir die Last der Abtreibung meines Kindes aufgeladen.

Abtreibung vergrössert das Leiden
Eine vergewaltigte Frau sollte psychologische und materielle Hilfe erhalten, um das unschuldige Kind besser annehmen zu können. Auf die Dauer ist es weniger schwer, ein solches Kind zu akzeptieren, als mit der Gewissheit einer Abtreibung zu leben. Einer vergewaltigten und schwangeren Frau die Abtreibung nahezulegen heisst, ihr eine Lösung anzuraten, die ihre Leiden vergrössert.

"Vergewaltigte Frauen benötigen eine besonders einfühlsame Unterstützung. Stattdessen werden sie oft geradezu bedrängt, ihr Kind abzutreiben. Wiederum müssen sie dabei ihren Körper in einer sehr demütigenden Weise einem Fremden hingeben. Wiederum müssen Sie Gewalt über sich ergehen lassen - und es wird etwas in ihnen zerstört: Nach dem Trauma der Vergewaltigung müssen sie nun auch noch verkraften, dass sie ihr eigenes Kind töten liessen. Ist den betroffenen Frauen damit wirklich geholfen?"
Dr. med. Nicole Stern, Ärztin

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Für das Gemeinsame Kind hat auch der Mann eine Verantwortung



Jedes Kind hat auch einen Vater
Für ein Kind ist nicht nur eine Mutter, sondern auch ein Vater verantwortlich. Der Vater soll sich seiner Verantwortung stellen dürfen: Es gibt auch Väter, die ihr Kind behalten möchten und hilflos zur Kenntnis nehmen müssen, dass ihre Partnerin abtreiben lässt.

Verantwortung übernehmen
Bei einer ungewollten Schwangerschaft erweist sich jener Partner als echt solidarisch, der die Frau stärkt und tatkräftig sowohl zu ihr wie auch zum Kind hält. Es ist für Mutter und Vater ein fataler Trugschluss zu meinen, dass ihre Probleme beseitigt werden können, wenn sie ihr gemeinsames Kind töten lassen.

"Es gibt leider Männer, die ihre Frauen im Stich lassen und zur Abtreibung drängen, wenn sie ein Kind erwarten. Es ist unwürdig sich aus einer Affäre zu ziehen, indem ein junges Leben ausgelöscht wird."

Claudio Minder
Mister Schweiz 2000, Radio-Moderator, www.claudiominder.ch

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