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1. Einleitung

 

Könnte es sein, dass sie, liebe Leserin, lieber Leser dieser Projektarbeit in irgendeiner Form mit dem Thema Mobbing konfrontiert wurden?

Unsere Arbeitsgruppe ist der überzeugung, dass wir alle auf verschiedene Weise mit diesem Thema in Kontakt gekommen sind. Sei es durch persönliche Betroffenheit, durch Schilderungen von Kollegenlnnen, durch Zeitungsartikel oder Berichten aus Radio oder Fernsehen.

Mobbing ist keine neuzeitliche Erscheinung, Mobbing passierte, passiert solange es die Menschheit gibt. Diesem destruktiven Verhalten einer einzelnen oder mehrerer Personen, wurde vor nicht allzu langer Zeit ein Namen gegeben: MOBBING

Was jahrelang verdrängt wurde, beginnt man heute zu thematisieren. Noch stehen wir ziemlich am Anfang und gerade deswegen möchten wir uns mit diesem Thema auseinandersetzen und versuchen, uns und unsere Berufskollegen/Innen am Arbeitsplatz zu sensibilisieren.

In der heutigen Zeit nehmen Wertvorstellungen und die persönliche Haltung eine wichtige Position in unserem Privat- und Berufsleben ein. In den westlichen Kulturen vollzog sich in den letzten Jahrzehnten ein nachhaltiger Wertewandel, welcher die gesamte Gesellschaft erfasst hat. Die Globalisierung schürt Existenz-ängste (Arbeitsplatzverlust) und verunsichert ganz allgemein. Alte Werte werden über Bord geworfen. Als Richtschnur dient heute kaum noch Solidarität, sondern persönliches Fortkommen und Eigennutz.

Heute wollen Mitarbeitende einerseits mitreden und mitentscheiden, andrerseits ist aber ihre Bereitschaft gesunken, Verantwortung und Konsequenzen mitzutragen. Dies schafft mancherorts neue Probleme, vor allem auch dann, wenn die Entscheidungsbefugnisse und Informationswege zu wenig klar sind.

 

Immer mehr Vorgesetzte fühlen sich deshalb verunsichert. Wann sollen sie ihre eigentliche Führungsaufgabe wahrnehmen und allenfalls auch unbequeme Entscheide fällen, und bei welchen Entscheiden ist eine Mitsprache der Mitarbeitenden sinnvoll? Sobald ein Machtvakuum entsteht, nützen Einzelne oder bestimmte Gruppen diese Situation aus und streben selbst nach mehr Macht. Dies kann der Anfang von Grenzüberschreitungen, Machtmissbrauch

und Mobbing sein.

Durch das Lesen themenspezifischer Literatur, Diskussionen in der Gruppe, Austausch im beruflichen und privaten Umfeld, sind wir uns der komplexen Problematik bewusst geworden.

Mobbing tritt in allen Berufssparten auf, in guter Gesellschaft von Bankdirektoren, ärzten, Psychologen, Krankenschwestern, leitenden Angestellten.... Kein Beruf und vor allem keine Hierarchiestufe bleibt davon verschont. Ein Arbeitsteam nur aus Frauen bestehend, zeigt die höchste Mobbingrate auf, im Gegensatz zu einem gemischten oder nur männlichen Team.

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