Was ist Mobbing?
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Mobbing hat viele Gesichter. Mobbing bedeutet, dass eine Person oder eine Gruppe
am Arbeitsplatz von gleichgestellten, vorgesetzten oder untergebenen
Mitarbeitenden schikaniert, belästigt, beleidigt, ausgegrenzt oder mit kränkenden
Arbeitsaufgaben bedacht wird. Die „gemobbten" Personen fühlen sich mit der Zeit
unterlegen.
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Der Betroffene wird systematisch und zielgerichtet ausgegrenzt. Mobbing ist nie eine
einzelne Handlung, sondern ein langer zermürbender Nervenkrieg.
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Mobbing ist gerade im Sozial- und Gesundheitsbereich keine Seltenheit.
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Eine Umfrage des Kaufmännischen Verbandes Zürich und des Beobachters ergab
für die Schweiz, dass Mobbing in öffentlichen Institutionen, Heimen und Spitälern
öfters vorkommt als in der Privatwirtschaft.
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Einflussfaktoren welche Mobbing begünstigen:
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- Schlechtes Betriebsklima
- Keine offene Kommunikation
- usw.
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- Fehlende Transparenz
- Unausgesprochene Konflikte
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Einige Beispiele von möglichen Erscheinungsformen:
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- Verbreiten von Unwahrheiten über den beruflichen Werdegang
- Vorenthalten von wichtigen Informationen
- Die Persönlichkeitssphäre einer Person wird missachtet
- Jemand wird systematisch isoliert
- Anliegen und Vorschläge werden ignoriert
- Jemandem werden Fehler angelastet, die andere verursacht haben
- Anschreien oder lautes Schimpfen
- usw.
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Mögliche Auswirkungen:
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Mobbing kann psychische und physische Störungen hervorrufen wie z.B. Nervosität,
Schlaf- und Konzentrationsstörungen. Sobald gesundheitliche Störungen auftreten,
ist eine ärztliche Konsultation unbedingt angezeigt. Alkohol, Schlaftabletten oder
andere Suchtmittel sind keine Lösung! Sprechen Sie Ihre Problematik an. Die
körperlichen Symptome können vermutlich rasch stabilisiert werden, aber ebenso
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nötig ist wohl eine kompetente beratende Begleitung.
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An wen kann ich mich wenden ?
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Wenn Sie Mobbing-Handlungen oder anderen Machtmissbrauch beobachten, dann
suchen Sie als Erstes Unterstützung in Ihrem Kollegenkreis. Reden Sie miteinander
über die Vorfälle und zeigen Sie Ihre Bereitschaft, bei konstruktiven Lösungen
mitzuhelfen.
Bleibt dies erfolglos, dann wenden Sie sich an Ihre vorgesetzte Person oder an die
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Leitung der Personalabteilung. Klären Sie also zuerst ab, ob Sie intern in Ihrem
Betrieb Unterstützung bekommen. Vielleicht gibt es eine Ansprechperson für
innerbetriebliche Personalprobleme, einen Betriebsarzt oder einen Betriebsrat.
Wenn dies aus irgendwelchen Gründen nicht möglich ist, suchen Sie eine
Beratungsperson auf, die auf Mobbing spezialisiert ist, und mit der Sie die Chancen
und Risiken beim Vorgehen genau analysieren können.
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Ohne fremde Hilfe von aussen gelingt es der betroffenen Person oder Gruppe in der
Regel nur selten, den Mobbing-Prozess zu unterbinden und zu einem akzeptablen
Normalzustand zurückzukehren.
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Ombudsstelle für Mobbing des PZM
Dr. Stephan Steiner
Neubrückstr. 93
3012 Bern
Tel. + Fax 031 302 55 11
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Mobbing-Fachberatungsstelle Schweiz
Psychologische und Juristische Beratungen
Maria Ledergerber
Stürlerstr. 3
3006 Bern
Tel. + Fax 031 352 24 07
E-Mail:
maria.ledergerber@freesurf.ch
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Mobbing-Zentrale
Präsident: Heinz Hofmann
Fürsprecher
Postfach 438
3065 Bolligen-Station
E-Mail:
m.hofmann@dplanet.ch
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Literatur:
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Dick, Ulla: Keine Angst vor Mobbingfallen
Mit schwierigen Situationen im Berufsleben umgehen. 163 S. 2001.
Eichborn, ISBN 3-8218-1696-1
Handbüchlein „Mobbing und psychosozialer Stress – ein Ratgeber gegen Mobbing"
Zu beziehen bei:
SMD Schmid Media Distribution
Erlachstr. 21
3009 Bern
Fax 031 791 39 47
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